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Freitag, 13. Februar 2009
 

Dresdner Bank: Vier Prozent für private Rente sparen

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Vier Prozent des Bruttoeinkommens müssen jeden Monat langfristig privat gespart werden, um im Alter die Einkommenslücke infolge der jüngsten Rentenreformen zu schließen. Das haben die Volkswirte der Dresdner Bank errechnet. Die „Goldene Regel“ für die eigene Altersvorsorge gelte grundsätzlich für alle – vom Teilzeitarbeiter bis zum Akademiker. „Für die einen dient die zusätzliche Vorsorge zur Vermeidung von Altersarmut, den anderen hilft sie bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter“, erklärt Volkswirt Jürgen Stanowsky.

Viele Bürger steuern ohne zusätzliche private Spartätigkeit auf empfindliche finanzielle Einbußen im dritten Lebensabschnitt zu. Die Dresdner-Bank-Experten haben dazu die so genannte Ersatzrate berechnet. Sie gibt an, wie viel vom letzten Bruttoeinkommen die spätere Bruttorente abdeckt. Für einen Standardrentner, der 45 Jahre lang ein Durchschnittseinkommen verdiente, wird die Ersatzrate im Jahr 2030 bei 41 Prozent liegen. Um sich einen vergleichbaren Lebensstandard wie zu Berufszeiten leisten zu können, müsste der Wert jedoch 70 Prozent betragen.

Noch größer wird das Rentenloch bei gut verdienenden Akademikern, wenn sie sich allein auf die gesetzliche Rentenversicherung verlassen. Sie kämen nach üblicherweise 35 Beitragsjahren gerade einmal auf eine Ersatzrate von 35 Prozent. „Akademiker müssten also als Rentner mit rund einem Drittel ihres letzten Bruttogehalts auskommen, wenn sie nicht privat vorsorgen“, so Stanowsky.

Die Versorgungslücke durch die Rentenreformen 2001 und 2004 kann nach Berechnungen der Dresdner Bank für fast alle Geburtsjahrgänge und Erwerbsbiografien geschlossen werden – durch frühzeitiges Sparen und die Nutzung von Fördergeldern wie etwa beim Riestern. So steige die Ersatzrate nach 20 Jahren Einzahlung von vier Prozent des Bruttoeinkommens in einen Riestervertrag um rund zehn Prozent­punkte. „Jeder, der bis 2010 einen Riestervertrag abschließt, kann somit die bis 2030 bevorstehenden Leistungssenkungen in der gesetzlichen Rente weitgehend ausgleichen“, erklärt Stanowsky.

Eine völlige Sicherung des Lebensstandards, also eine Ersatzrate von 70 Prozent, lässt sich für die Meisten nur erzielen, wenn 45 Jahre lang lückenlos sowohl in die gesetzliche Rentenversicherung als auch nach der Vier-Prozent-Regel in einen Riestervertrag einbezahlt wurde, wie die Dresdner-Bank-Volkswirte berechnet haben. Stanowsky: „Mit dem Riestern kann man nicht früh genug anfangen.“

(source : Dresdner Bank)